"Ich bin, der ich bin", sagte die Stimme im brennenden Dornbusch auf die Frage von Moses: "Wenn sie mich fragen, welches ist sein Name - was soll ich ihnen antworten?" Wäre Moses nicht in den enggesteckten Grenzen seines Stammesbewusstseins befangen geblieben, so wäre ihm die Kunde zuteil geworden, welche dieses Buch umschliesst. Das urewige, seiner selbst im höchsten Ich bewusste Leben spricht darin zu den Menschen unserer heutigen Zeit. Der Verfasser ist Vermittler und Former dieser Boschaft. Keineswegs bezieht er die Ichform der zwölf ersten Kapitel auf seine eigene Person, wie im Schnellverfahren lesende 'Kritiker' schon behauptet haben. Eine derartige Anmassung wäre mit der Bescheidenheit des Autors, die in seinen andern Büchern immer wieder zum Ausdruck kommt, auch völlig unvereinbar. Im letzten, 'Gelöbnis' betitelten Kapitel hingegen kann sich der Leser mit dem Angesprochenen identifizieren, der die Worte des Lebens in tiefer Dankbarkeit und eigenem Empfinden erwidert. Der echte Geist wirkt keine der lächerlichen Wunder, wie sie ihm Naivität und religiöse Propaganda immer wieder zugesprochen haben. Aber als Wunder im wahren Sinne muss es bezeichnet werden, dass in der heutigen Kirmes-Kultur, über den Marktzelten der billigsten Sensationen, den Achterbahnen des Verkehrs, dem Panoptikum verwildeter Kunst, den Zauberlabors der Wissenschaft und Technik, eine Stimme hoch über dem Lärm des Rummelplatzes vernehmbar wird.